Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter!
Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten, stehen die Bischofsweihen unmittelbar bevor (oder sind schon vorbei). Wie wird Rom reagieren?
Es kann sein, dass der Vatikan Strafen ausspricht: Am 13. Mai erließ Kardinal Víctor Manuel Fernández eine Erklärung, welche die Bischofsweihen „einen schismatischen Akt“ nennt, um dann allgemein zu betonen: „Die formelle Zugehörigkeit zum Schisma stellt eine schwere Beleidigung Gottes dar und zieht die vom Recht der Kirche vorgesehene Exkommunikation nach sich.“
ABER – und das ist das Entscheidende! – die Bischofsweihen begründen kein Schisma! Sie sind vielmehr notwendig, damit die Kirche fortbestehe.
Dieser Satz mag arrogant wirken, entspricht aber den Tatsachen: Es ist notwendig für das Fortbestehen der Kirche, dass der Glaube und die Liturgie unverfälscht bewahrt und weitergegeben werden. Das unverbrüchliche Festhalten daran war und ist der einzige Grund der Maßnahmen gegen Erzbischof Lefebvre und gegen die Priesterbruderschaft.
Am 22. Juni 1975 erklärte Erzbischof Lefebvre seelenruhig: „Das Dekret zur Auflösung der Bruderschaft ist in sich null und nichtig, weil es nicht auf dem Recht, sondern auf reinem Machtmissbrauch basiert. Man fordert von uns den Gehorsam gegenüber einem Dekret, das das Seminar und die Priesterausbildung vernichten soll, die die Kirche so dringend braucht. Ein Gesetz, das gegen das Wohl der Kirche gerichtet ist, verliert seine bindende Kraft. Deshalb setzen wir unsere Arbeit in aller Ruhe und Entschlossenheit fort.“
Zwar kann Gott seine Kirche auf vielerlei Arten aus der aktuellen Krise retten und ist dabei nicht auf unsere Priesterbuderschaft angewiesen. Das gilt für jede Gemeinschaft und für jeden einzelnen. Aber dennoch darf der gläubige Katholik in einer Krisenzeit nicht einfach die Hände in den Schoß legen und auf ein wunderbares Eingreifen von oben warten. Das wäre Quietismus. Nein, jeder Einzelne und jede Gemeinschaft muss tun, was möglich ist, um das Unheil abzuwenden! Das war die Überzeugung von Erzbischof Lefebvre, wie er sie bei der Pressekonferenz in Écône (15. Juni 1988) ausdrückte: „Wir befinden uns in einem Strom der Zerstörung der Kirche, der von den höchsten Stellen in Rom ausgeht. Wenn wir nachgeben, reißen wir die Gläubigen mit in den Abgrund des Glaubensabfalls. Wenn ich sterbe, will ich vor Gott treten können mit dem Bewusstsein: Ich habe alles getan, um meine Diözese, meine Priester und die Kirche vor der Zerstörung zu bewahren. Die Weihen sind keine Spaltung, sie sind eine Operation des Überlebens.“
Dass die Situation heute nicht besser ist als 1988, zeigt die neulich von Bischof Athanasius Schneider aufgezeigte Diskrepanz: „Während Papst Leo und der Vatikan die Inklusivität des synodalen Weges und der synodalen Methoden fördern, während sie dem deutschen Synodalen Weg gegenüber großzügig sind und der Kommunistischen Partei Chinas gegenüber großzügig sind, indem sie ihr gestatten, dort Bischöfe zu weihen, ist der Kontrast immens. Und diesen Gläubigen der Priesterbruderschaft St. Pius X., die den Papst lieben, die für den Papst beten, die einfach nur die Garantie wollen, den Glauben aller Zeiten ohne jede Zweideutigkeit weiterzugeben – ich betone: ohne jede Zweideutigkeit –, wird dies verwehrt, und nun werden sie bestraft.“
Wie der hl. Basilius zu seiner Zeit haben wir auch heute den Eindruck: „Das einzige Verbrechen, das in unserer Zeit bestraft wird, ist die Treue zum Glauben und zu den Traditionen unserer Väter, während jegliche Gotteslästerung in der Kirche freien Lauf hat.“
Unsere Antwort soll und wird die Antwort der Heiligen sein:
Wir werden der Versuchung, angesichts der tiefen Ungerechtigkeit in Groll oder Bitterkeit zu versinken, nicht nachgeben. Wir werden die Kirche nicht verlassen, auch wenn die Hierarchie uns verurteilt. Wir werden uns nicht radikalisieren und zu Sedisvakantisten werden. Wir werden – obwohl wir die Sanktionen für illegitim und nichtig halten – dieses „Ausgestoßensein“ ohne Jammern ertragen. Wir werden uns dabei mit dem leidenden Christus vereinigen, der von den Autoritäten verurteilt wurde, die ihn hätten bekennen sollen. Unser Schmerz wird unsere Gebete für die Kirche nicht hindern, sondern befruchten.
Was können wir Besseres tun, als unsere Zuflucht zu derjenigen nehmen, die ihrem Sohn in seiner Erniedrigung – um nicht zu sagen „Vernichtung“ – beigestanden hat? Sie möge uns die Gesinnungen ihres Herzens geben. Wir haben sie notwendiger denn je!
Mit priesterlichen Segensgrüßen
Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter!
Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten, stehen die Bischofsweihen unmittelbar bevor (oder sind schon vorbei). Wie wird Rom reagieren?
Es kann sein, dass der Vatikan Strafen ausspricht: Am 13. Mai erließ Kardinal Víctor Manuel Fernández eine Erklärung, welche die Bischofsweihen „einen schismatischen Akt“ nennt, um dann allgemein zu betonen: „Die formelle Zugehörigkeit zum Schisma stellt eine schwere Beleidigung Gottes dar und zieht die vom Recht der Kirche vorgesehene Exkommunikation nach sich.“
ABER – und das ist das Entscheidende! – die Bischofsweihen begründen kein Schisma! Sie sind vielmehr notwendig, damit die Kirche fortbestehe.
Dieser Satz mag arrogant wirken, entspricht aber den Tatsachen: Es ist notwendig für das Fortbestehen der Kirche, dass der Glaube und die Liturgie unverfälscht bewahrt und weitergegeben werden. Das unverbrüchliche Festhalten daran war und ist der einzige Grund der Maßnahmen gegen Erzbischof Lefebvre und gegen die Priesterbruderschaft.
Am 22. Juni 1975 erklärte Erzbischof Lefebvre seelenruhig: „Das Dekret zur Auflösung der Bruderschaft ist in sich null und nichtig, weil es nicht auf dem Recht, sondern auf reinem Machtmissbrauch basiert. Man fordert von uns den Gehorsam gegenüber einem Dekret, das das Seminar und die Priesterausbildung vernichten soll, die die Kirche so dringend braucht. Ein Gesetz, das gegen das Wohl der Kirche gerichtet ist, verliert seine bindende Kraft. Deshalb setzen wir unsere Arbeit in aller Ruhe und Entschlossenheit fort.“
Zwar kann Gott seine Kirche auf vielerlei Arten aus der aktuellen Krise retten und ist dabei nicht auf unsere Priesterbuderschaft angewiesen. Das gilt für jede Gemeinschaft und für jeden einzelnen. Aber dennoch darf der gläubige Katholik in einer Krisenzeit nicht einfach die Hände in den Schoß legen und auf ein wunderbares Eingreifen von oben warten. Das wäre Quietismus. Nein, jeder Einzelne und jede Gemeinschaft muss tun, was möglich ist, um das Unheil abzuwenden! Das war die Überzeugung von Erzbischof Lefebvre, wie er sie bei der Pressekonferenz in Écône (15. Juni 1988) ausdrückte: „Wir befinden uns in einem Strom der Zerstörung der Kirche, der von den höchsten Stellen in Rom ausgeht. Wenn wir nachgeben, reißen wir die Gläubigen mit in den Abgrund des Glaubensabfalls. Wenn ich sterbe, will ich vor Gott treten können mit dem Bewusstsein: Ich habe alles getan, um meine Diözese, meine Priester und die Kirche vor der Zerstörung zu bewahren. Die Weihen sind keine Spaltung, sie sind eine Operation des Überlebens.“
Dass die Situation heute nicht besser ist als 1988, zeigt die neulich von Bischof Athanasius Schneider aufgezeigte Diskrepanz: „Während Papst Leo und der Vatikan die Inklusivität des synodalen Weges und der synodalen Methoden fördern, während sie dem deutschen Synodalen Weg gegenüber großzügig sind und der Kommunistischen Partei Chinas gegenüber großzügig sind, indem sie ihr gestatten, dort Bischöfe zu weihen, ist der Kontrast immens. Und diesen Gläubigen der Priesterbruderschaft St. Pius X., die den Papst lieben, die für den Papst beten, die einfach nur die Garantie wollen, den Glauben aller Zeiten ohne jede Zweideutigkeit weiterzugeben – ich betone: ohne jede Zweideutigkeit –, wird dies verwehrt, und nun werden sie bestraft.“
Wie der hl. Basilius zu seiner Zeit haben wir auch heute den Eindruck: „Das einzige Verbrechen, das in unserer Zeit bestraft wird, ist die Treue zum Glauben und zu den Traditionen unserer Väter, während jegliche Gotteslästerung in der Kirche freien Lauf hat.“
Unsere Antwort soll und wird die Antwort der Heiligen sein:
Wir werden der Versuchung, angesichts der tiefen Ungerechtigkeit in Groll oder Bitterkeit zu versinken, nicht nachgeben. Wir werden die Kirche nicht verlassen, auch wenn die Hierarchie uns verurteilt. Wir werden uns nicht radikalisieren und zu Sedisvakantisten werden. Wir werden – obwohl wir die Sanktionen für illegitim und nichtig halten – dieses „Ausgestoßensein“ ohne Jammern ertragen. Wir werden uns dabei mit dem leidenden Christus vereinigen, der von den Autoritäten verurteilt wurde, die ihn hätten bekennen sollen. Unser Schmerz wird unsere Gebete für die Kirche nicht hindern, sondern befruchten.
Was können wir Besseres tun, als unsere Zuflucht zu derjenigen nehmen, die ihrem Sohn in seiner Erniedrigung – um nicht zu sagen „Vernichtung“ – beigestanden hat? Sie möge uns die Gesinnungen ihres Herzens geben. Wir haben sie notwendiger denn je!
Mit priesterlichen Segensgrüßen